Mittwoch, 24. Februar 2016


"ISARGOLD" AUS DER ISARVORSTADT


Es gibt kleine Perlen in der Stadt.
Unentdeckte Münchner Schätze.
Ein solches Juwel ist "Isargold". 

Das junge Münchner Label liefert schlichte, raffinierte und GOTS-zertifizierte Mode für Kinder bis zu acht Jahren. Hinter der Marke steht die gebürtige Münchnerin Andrea Baumgartner, die bei der Münchner Modeschöpferin Natascha Müllerschön lernte. Andrea schneidert, ihre Partnerin Alejandra Perez macht die Website. 2010 wurde "Isargold" ein Geschäft mit drei Wänden und einem Schaufenster. 2014 eröffneten die zwei sympathischen Frauen ihr heutiges Laden-Atelier nahe dem Goetheplatz in der Isarvorstadt.

Bemerkswert: "Isargold" arbeitet mit Menschen mit Handycap zusammen, das liegt Andrea und Alejandra sehr am Herzen. So wird etwa das "Nähwerk" vom "Weißen Raben" in München unterstützt. Und Kleidung, die zu klein geworden, aber noch top in Schuss ist, wird gerne zurückgekauft. Der Kunde darf sich dann etwas Größeres aus der Kollektion aussuchen. Respekt, sagen wir. Und fragen nach, in welche Richtung sie weiterschippern wollen auf ihrer, unserer geliebten Isar.




Verrückt nach München: Liebe Andrea, liebe Alejandra: Muss Kindermode denn nicht bunt sein?

Isargold: Schwierige Frage. Klar verbindet man Kinder mit Farben. Wir verwenden sehr viele Pastellfarben, klassische Töne und viel Grau. Daher lassen sich unsere Stücke mit fast allem kombinieren - auch mit Bunt. Wir persönlich stehen auf schlichtes Design und weniger Farben. Daher produzieren wir, was wir auch selber tragen würden.

VnM: Was ist dein aktuelles Lieblingsstück?

Isargold: Definitiv der Dino-Pulli. Kennst du ihn?


VnM: Auch mein Favorit. Wieso eigentlich der hübsche Name "Isargold"?

Isargold: Andrea ist eine gebürtige Münchnerin, und ich bin von Ecuador nach München gezogen, München ist also meine Wahlheimat. Wir lieben die Stadt und besonders die Isar. Es ist eine kleine Hommage.


VnM: Wann ging alles los? Wie lange hat es gedauert, bis der Durchbruch kam?

Isargold: Andrea hat "Isargold" 2010 gegründet. Ende 2012 kam dann ich unter anderem für die Internet-Koordination dazu. Den Laden haben wir nun seit ziemlich genau zwei Jahren. Wir arbeiten hart am großen Durchbruch. :-) Aber wir sind sehr happy mit allem, was wir bis jetzt erreicht haben. 


VnM: Ihr arbeitet mit Menschen mit Handycap und dem "Weißen Raben" in München zusammen. Wie sieht das genau aus?


Isargold: Wir arbeiten in Kooperation mit unterschiedlichen Werkstätten, unter anderem mit dem "Nähwerk" vom "Weißen Raben". In der Regel entwerfen wir die Kollektion hier in unserem Laden-Atelier. Wenn wir dann merken, das Produkt kommt an und wir brauchen mehr davon, dann geht die Produktion an die Werkstätten.



VnM: Mal ehrlich: Unsere Kinder toben bei Wind und Wetter, im Wald, auf dem Spielplatz oder in den Hinterhöfen der Großstadt. Braucht es da wirklich edle Mode - oder tut es da auch Second Hand?

Isargold: Eigentlich ging bei uns nie um edle Mode. Vielmehr wollten wir faire Kleidung herstellen. Die Produktionsstandards der Mode sind sehr katastrophal, dazu müssen wir nicht viel mehr sagen, mittlerweile wissen alle Bescheid. Die Kosten einer fairen Herstellung sind natürlich höher. Mit Luxus hat das aber nichts zu tun. Wir achten auf hochwertige Naturstoffe und faire Arbeitsbedingungen. Aber klar: Wir wissen, dass erste Hand bei Kindern manchmal schwierig ist. Sie sind nicht nur sehr aktiv, sondern wachsen auch sehr schnell. Daher versuchen wir immer Zwischengrößen zu nähen, die länger passen. Gute Stoffe halten auch in der Regel länger, so dass man unsere Teile auch weitervererben kann.

VnM: Was wir besonders bemerkenswert finden: Ihr kauft eure Mode zurück. Kann man dann auch Second Hand bei euch kaufen?

Isargold: Es muss ja nicht immer alles neu sein. Daher hatten wir die Idee, dass wir unsere Produkte wieder zurück- und weiterverkaufen könnten. Diesen Weg würden wir sehr gerne noch intensivieren. Leider ist bis jetzt nicht viel Kleidung zurückgekommen - und wir hatten auch keine Zeit, dem Projekt mehr Energie zu widmen. Aber die Idee haben wir nicht verworfen. Wir hoffen, dass heuer in der Richtung noch aktiver werden können.

VnM: Warum macht ihr Kinder- und keine Erwachsenen-Mode?

Isargold: Am liebsten würden wir beides machen. Aber wir haben noch nicht die Kapazitäten dazu. Andrea hat sich damals für Kinder entschieden, weil sie zur Zeit der Gründung selber Kinder bekommen hatte. Aber da wir öfters gefragt werden, machen wir zwei bis drei Events im Jahr, wo wir eine limitierte Kollektion für Erwachsene vorbereiten. Das nächste Event ist übrigens am 25. Februar. Infos dazu gibt's auf unserer Seite isargold.com.


VnM: Deine Mode wirkt französisch und etwas skandinavisch. Wo holst du dir Inspiration?

Isargold: Ganz genau da her... ;-)

VnM: Was ist für eine neue Kollektion geplant? Und was für die kommenden Jahre?


Isargold: Wir arbeiten gerade an der Frühjahrs- und Sommer-Kollektion. Sie wird in ein paar Wochen erhältlich sein. Zudem haben uns jetzt auf Babymode 
bis Größe 104 fokussiert. In diesem Jahr werden wir uns ganz auf unsere Lieblingsprodukte und unsere Basic-Linie konzentrieren. Es bleibt also spannend. Uns wird auf gar keinen Fall langweilig.



Mehr zum Münchner Label findet ihr auf:




VnM-Gewinnspiel*

Wir verlosen den Klassiker aus dem Hause "Isargold": eine Haremshose der Saison im Wert von 30 Euro. Der Gewinner sagt an, ob er einen Buben oder ein Mäderl beglücken will und welche Größe er sich wünscht (56-98).


Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? Likt uns auf Facebook und mailt uns dort eine Nachricht mit eurem Geheimtipp für München. Und schreibt bitte euren ganzen Namen, mit Adresse, gewünschtem Gewinn und der Kleidergröße dazu. Einsendeschuss ist der 27. Februar 2016. Viel Glück und viel Freude damit!

* Teilnahmeberechtigt sind Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit Wohnsitz in Deutschland. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Montag, 22. Februar 2016



"QUBING" AUS DER LUDWIGSVORSTADT-ISARVORSTADT


Ein großer Wurf.

Es sind Sitzhocker, Spielzeugkisten, Duschregale, Kunstquadrate, Raumteiler, Einbauschränke. Selten haben wir so vielseitige und gleichsam hübsche Würfel-Module gesehen. Und natürlich kommen sie aus München. "qubing" heißt die Erfindung von Johann Ehmann und Ralph Ehrnsperger, die uns entzückt. Denn selbst Werkzeug für die Montage des Regalsystems ist überflüssig.

Kein Wunder, dass die Würfel in 16 möglichen Farben weltweit Design-Preise abräumen. Wir selbst haben klein damit angefangen - und die Module um unseren alten Küchentisch und den iMac schnell erweitert. Für die Ordnung, für die Optik. Im Zickzack um die Ecke. Denn die bei "qubing" kennt man keine Grenzen. Nur mit einer Idee ist der Chef bislang gescheitert, wie er im Interview verrät. Aber ob der Kreativkopf das so ernst meint..?


Verrückt nach München: Johann, bei euch spielt ein Verbindungsklipp eine entscheidende Rolle. Erklärt es uns doch nochmal: Was ist das Spezielle an euren Würfeln?

Johann Ehmann: Das Regalsystem "qubing" besteht lediglich aus einer Grundplatte, die in vielen verschiedenen Farben erhältlich ist. Unterschiedliche Zusatztools bieten unendliche Möglichkeiten, so dass das Regal schnell als Schrank, Sideboard oder Raumtrenner fungiert. Mit Hilfe von rechtwinkligen Verbindungsklipps kann jedes Regal komplett ohne Werkzeug montiert und dadurch nicht nur seitlich, sondern auch "um die Ecke" nach hinten oder vorne erweitert werden. Somit passt sich jedes "qubing"-Regal auf die Wohnräume an.

VnM: Wann und wie sind Ralph Ehrnsperger und du auf die Idee mit "qubing" gekommen?

Ehmann: Eigentlich hat uns meine Freundin darauf gebracht: Sie träumte von einem Möbelstück, das man jederzeit flexibel verändern und ohne Werkzeug aufbauen kann und das gleichzeitig erweiterbar ist. Dabei sollte man zwischen bunten und cleanen Varianten wählen können - eigentlich eine eierlegende Wollmilchsau. Ich wollte ihr natürlich beweisen, dass es kein Problem für mich ist, genau so etwas zu entwerfen. Noch im gleichen Jahr (2006) wurde "qubing" gelauncht. Anscheinend habe ich sie beeindruckt: Wir sind immer noch zusammen.

VnM: Wie lange hat es dann gedauert, bis der Durchbruch kam?

Ehmann: Etwa zwei Jahre. Es war aber nur ein kurzer Durchbruch. Wir waren ziemlich schnell in vielen Läden, sowohl in Deutschland, Frankreich und England. Das Problem war aber, dass wir durch die Marge, die wir durch unsere Produktion in Deutschland haben, im Handel so teuer wurden. So konnten sich diejenigen, die wir erreichen wollten, das Produkt überhaupt nicht mehr leisten. Und die, die es sich leisten konnten, waren nicht daran interessiert, etwas selbst aufzubauen. Dadurch hat sich das "qubing"-Regal in den Läden leider nicht gut verkauft. Darauf haben wir 2012 mit dem Launch unseres "qubing"-Onlineshops reagiert.

VnM: Was ist der Renner bei der Kundschaft?

Ehmann: Da jeder Kunde individuell mit unserem Konfigurator planen kann, ist jede Konfiguration anders. Die meisten fangen mit kleinen Modulen zwischen 15 und 30 Platten an. Sobald sie merken, was alles möglich ist, bestellen viele immer wieder nach.

VnM: Was ist typisch münchnerisch bei euch?

Ehmann: Wir produzieren alles lokal hier in München und im Umland.

VnM: Überhaupt: Ist München ein gutes Pflaster für Kreative?

Ehmann: Ja, auf jeden Fall: städtisch genug zur Inspiration und ländlich, um sich wieder zu erfrischen.



VnM: Was ist die größte Herausforderung bei der Herstellung?

Ehmann: Es ist nur eine Platte. Das scheint sehr einfach, aber die größte Herausforderung ist es, in den verschiedenen Produktionsschritten immer die gleiche Qualität zu liefern.

VnM: Wie genau lasst ihr produzieren?

Ehmann: Zunächst werden die Plattenhälften im Spritzguss hergestellt, dann in einem Vibrationsschweiß-Verfahren so lange unter Druck aneinander gerieben, bis sie miteinander verschmelzen. Im nächsten Step werden die Kanten mit dem Schmelz-Austritt gefräst und bei manchen Farben im Anschluss mit einer Lackierung noch gefinisht.

VnM: Hattet ihr schon Ideen im Kopf, die in der Realität so gar nicht funktioniert haben?

Ehmann: Geld verdienen ohne zu arbeiten.

VnM: Ist das Regal auch regen- und sturzsicher?

Ehmann: Das Regal ist aus recyceltem Polystyrol gefertigt und perfekt für alle Nassräume. Es enthält keine Schadstoffe und ist durch Eigengewicht und die Tiefe äußerst stabil und unverwüstlich. Nur vor meinen Kindern ist es nicht sicher.

VnM: Was ist euer nächster "Qu" (=Coup), also was sind die nächsten Pläne? ;-)

Ehmann: Wir arbeiten an einer Serie aus Holz, die wir vom 8. bis 10. April auf der Messe "Blickfang" in Münchner Postpalast vorstellen möchten. Schaut gern vorbei!



VnM-Gewinnspiel*


"qubing" zeigt sich spendabel: Wir verlosen ein Regalsystem mit drei Boxen (wie auf dem großen Bild in der Mitte), die ihr euch farblich frei zusammenstellen dürft. Sie haben eine Höhe, Tiefe und Breite von jeweils 36 Zentimetern und sind ungefähr zwei Zentimeter dick. Hier auf der "qubing"-Seite könnt ihr euch grenzenlos inspirieren lassen.


Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? Likt uns auf Facebook und mailt uns dort eine Nachricht mit eurem Geheimtipp für München. Und schreibt bitte euren ganzen Namen mit Adresse dazu. Einsendeschuss ist der 25. Februar 2016. Viel Glück, viel Spaß!

* Teilnahmeberechtigt sind Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit Wohnsitz in Deutschland. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Sonntag, 21. Februar 2016

Samstag, 20. Februar 2016




ad:acta AUS MILBERTSHOFEN

Was aus und vorbei ist, kommt ad:acta?
Denkste!

In ihrer Manufaktur an der Knorrstraße haben Tobias Förtsch und Carsten Fichtel (rechts auf dem Bild) einer simplen wie genialen Idee zum Leben verholfen. Sie lassen die Pappdeckel von Aktenordnern mit edlem Leben vernähen und kreieren so in ihrer ad:acta-Kollektion maßgefertigte Taschen, die so treffende Namen tragen wie "Dienstweg", "Assistent" und "Diplomat"Aus vergessenen Alltagsgegenständen wird eine neue It-Bag.



Weshalb es heißen muss:
Alles was hip und wichtig ist, kommt ad:acta.


Uns sind die schönen ad:acta-Taschen zuletzt an einer Ampel am Sendlinger Tor und bei der aktuellen #Kauflokal-Aktion im Hirmer begegnet. Grund genug, bei den Machern nachzufragen: Wieso? Weshalb? Warum? Gar nicht dumm...


Verrückt nach München: Sag mal, Carsten: Woher kennt ihr euch eigentlich? Wann und wie seid ihr auf die Idee mit den Aktenordnern gekommen?

Carsten Fichtel: Kennengelernt haben wir uns schon in unserer Jugend. Wir waren damals am selben Gymnasium in Bayreuth. 2003 bin ich nach Dresden gezogen, um dort zu studieren. 2005 hat Tobi dort zufällig einen Studienplatz bekommen. Wir haben zwei Jahre lang in einer WG gelebt. Die Idee kam Tobi beim Ausmisten eines alten Ordners. Wir haben sie mit nach München gebracht, wo wir nach Studienabschluss gelandet sind und unser Büro "casitoo design" gegründet haben.

VnM: Wie lange hat es gedauert, bis der Durchbruch kam?

Fichtel: Die ersten Taschen haben wir im Dezember 2011 über unseren Online-Shop verkauft. Dann hatten wir das große Glück mit ProSieben einen Bericht über ad:acta für Galileo zu drehen - die beste Werbung, die man sich vorstellen kann...

VnM: Was ist der Renner bei der Kundschaft?

Fichtel: Aus der aktuellen Kollektion ist die beliebteste Tasche der Diplomat in Braun.

VnM: Was ist typisch münchnerisch bei euch?

Fichtel: Die Liebe zum Handwerk.

VnM: Was ist die größte Herausforderung bei der Herstellung?

Fichtel: Das Umnähen der Ordnerkanten. Hierzu wird durch sieben Lederschichten und den Ordner genäht. Das funktioniert nur mit den richtigen Maschinen und viel Erfahrung. Das Verfahren konnten wir sogar in einem Gebrauchsmuster sichern.

VnM: Wie genau lasst ihr produzieren?

Fichtel: Die Aktenordner beziehen wir über verschiedenste Quellen, etwa Universitäten, Archive oder Firmen. Aus diesen entfernen wir die Ringmechanik und verschließen die Löcher wieder mit Nieten. Dann werden die Taschen in Handarbeit in einer kleinen Näherei in Oberfranken mit Leder veredelt und mit den Innentaschen versehen. Es ist ein sehr wichtiger Faktor für uns, die Taschen Deutschland produzieren zu können.

VnM: Hattet ihr schon Ideen im Kopf, die in der Realität so gar nicht funktioniert haben?

Fichtel: Nein, bisher nicht. Es gibt immer einen Weg. :-)

VnM: Ist mein Laptop auch im Regen sicher?

Fichtel: Ja. Die Ordner sind mit einer matten Klarlack-Schicht überzogen. Der Inhalt ist damit gegen Regen und Spritzwasser bestens geschützt.

VnM: Kann man eure Taschen auch im Laden kaufen, oder gibt es sie nur online?

Fichtel: Ja, wir haben ein kleines und exklusives Händler-Netzwerk aufgebaut. Aktuell sind wir im Rahmen der #Kauflokal auch im Modehaus Hirmer zu sehen. Das dürfte für die Münchner interessant sein.

VnM: Wollt ihr demnächst auch Shopper, Portemonnaies oder Ähnliches auf den Markt bringen?


Fichtel: In unseren Köpfen schlummern noch einige Ideen, die wir noch nicht umgesetzt haben. Lasst euch also überraschen! :-)



VnM-Gewinnspiel*

ad:acta zeigt sich spendabel: 
Wir dürfen einen "Assistenten" in Braun im Wert von 119 Euro verlosen. Mehr Infos zur Tasche findet ihr hier.



Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? Likt uns auf Facebook und mailt uns dort eine Nachricht mit eurem Geheimtipp für München. Und schreibt bitte euren Namen mit Adresse dazu. Einsendeschuss ist der 23. Februar 2016. Viel Glück, gutes Spiel!

* Teilnahmeberechtigt sind Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit Wohnsitz in Deutschland. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Donnerstag, 18. Februar 2016


Mia san mia. Mia san Minga. Mia san Brezen, Pfennigmuggerl und a g'scheits Brot.

Die Stadt ist voller Butter, Mehl und tüchtiger Hände. Wir wollen euch peu à peu die charmantesten und herzlichsten Bäcker und Bäckereien vorstellen, für die sich auch mal ein kleiner Umweg durch die Viertel lohnt. Schickt uns gern eure Geheimtipps - und gewinnt in unserer Serie tütenweise beste Backkunst (siehe unten).



DIE MÜNCHNER BOULANGERIE IN SCHWABING

Wir fassen zusammen: Das Pain au chocolat, die Croissants und die Baguettes sind mmmmh. Und selbst Pariser Gaumen werden in der "Münchner Boulangerie" an der Bauerstraße / Ecke Nordendstraße in Schwabing betört. O là là und so.

Zwischen französischem Wein, Champagner und Bildern mit dem Eiffelturm reihen sich in der Münchner Boulangerie Leckereien wie Weißbrot, Eclaires und Tartes aneinander. Da hilft nur eines: Öfter kommen und durchfuttern.

Aber Inhaber Mario Enders verbackt auch unser Münchner Lebensgefühl. Flechtet die ersten Baguettes Münchens in Zopfform. Und macht lustige Dinge mit Weißwürsten. Oha! Seine Frau Isabel verrät, was bei sowas rauskommt.




Verrückt nach München: Frau Endres, was erfahren wir bei einer Tasse Kaffee in Ihrem Laden?

Isabel EndersZunächst einmal höchsten Kaffeegenuss und generell etwas über die Kunst des Genießens.
    
VnM: Was ist typisch münchnerisch bei Ihnen?

Endres: Wir verbinden auf einzigartige Weise Münchner Lebensart mit französischer Genussfähigkeit auf kulinarischer und philosophisch-sinnlicher Ebene.
    
VnM: Was ist der Renner in Ihrer Bäckerei?

Endres
Wir haben die besten Croissants in ganz München, sagen unsere Kunden.

VnM: Wann stehen Sie auf?

Endres: 
3 Uhr nachts...

VnM: Erfüllen Sie auch (kuriose) Backwünsche?

Endres: Wir setzen unserer Kreativität (und der unserer Kunden) keine Grenzen. So gibt es bei uns zum Beispiel auch Dinge wie eine Weißwurst-Quiche.

VnM: Was haben Sie von Ihrer Kundschaft gelernt? Was lernen die Kunden von Ihnen?

Endres: Von den Kunden lernen wir Geduld und die Fähigkeit, Kraft aus der Ruhe zu schöpfen. Die Kunden lernen von uns die Kunst, genussvoll zu leben.

VnM: Was ist das Geheimnis einer guten Breze?

Endres: Das Geheimnis ist, nicht an den richtigen und qualitativ guten Zutaten zu sparen.





VnM-Gewinnspiel*


Wir verlosen 4 Croissants, 4 Pain au chocolat und
2 rustikale Baguettes aus der Münchner Boulangerie.

Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? Likt uns auf Facebook und mailt uns dort eine Nachricht mit eurem Geheimtipp für München. Und schreibt bitte euren ganzen Namen dazu. Einsendeschuss ist der 23. Februar 2016. Viel Glück, viel Genuss!

* Teilnahmeberechtigt sind Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit Wohnsitz in Deutschland. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mittwoch, 17. Februar 2016



Fünfter Streich

Seed, Seed, Seed - wir haben dich noch lieb!

In einer kleinen Web-Serie haben wir im vergangenen Jahr Münchens besten Kinderwagen gesucht. Gewonnen hat der Seed Papilio - vor allem weil er in unserer engen Stadt so leicht und wendig ist, weil er viel Abstellfläche und praktische Lenker bietet, weil wir ihn so flach zusammenklappen können und weil er ein flexibles Sonnendach für den langen Sommer bietet. Puh!

Jetzt, ein halbes Jahr später, haben wir den dänischen Design-Kinderwagen im Herbst und Winter auf matschigen Spielplätzen und flachen, vereisten Wegen im Englischen Garten erlebt. Fazit: Auch im tristesten Grau ist der Seed immer noch extrem schön und praktisch, und wir sind immer noch sehr glücklich miteinander.


Fügt sich auch grandios ins Münchner Stadtbild ein: der Kinderwagen Seed Papilio.

Was wir nun auch wissen: Der neue Buggy-Sitz ist genial gelöst. Wenn das Kind sitzen kann, tauscht man einfach die Schale aus und bettet den Nachwuchs aktuell noch in kuschliges Lammfell. Der oder die Kleine entscheidet, ob er lieber Richtung Mama und Papa oder nach vorne schauen will. In vier Kippstufen finden die Eltern babyleicht die richtige Position - und ab geht's, Familienbande!



An dieser Stelle wollen wir uns auch noch für eure vielen E-Mails zum Thema bedanken. Ihr habt uns hilfreiches Feedback gegeben und auch ein paar Fragen gestellt, die wir euch gerne beantwortet haben. Und da sich weiterhin werdende Eltern melden, die sich mit dem Kinderwagen-Kauf auseinandersetzen, hier ein schnelles Q&A zum Abschluss:


Michi:
Bei uns ist Nachwuchs unterwegs, und bisher besteht unsere "Familie" aus uns beiden und einem MINI Cooper S, also einem Gefährt mit seeeeehr kleinem Kofferraum. Gibt es denn nun doch irgendwelche gravierenden Mängel, die uns vom Kauf abhalten sollten?

Daniel:
Ich bin auch im Kinderwagen-Auswahlstress. Noch eine Frage: In Kundenberichten wird der mangelende Federungskomfort genannt und dass der Seed nicht für Pflasterwege und Outdoor geeignet ist - ist da was dran?

Verrückt nach München:
Wir empfehlen euch den Seed Papilio nach wie vor aus vollem Herzen. Einzig die kleinen Räder übertragen viel von einem unebenen oder im Winter gestreuten Boden. Aber das ist bei Bugaboo & Co. nicht anders. Wenn's mal arg ruckelt, nehmen wir den Kinderwagen einfach vorne etwas hoch. Der Seed ist ja schön leicht, weshalb das auch für Frauen kein Problem ist. Ein Hesba z.B. hat größere Räder, bietet aber deutlich weniger Komfort beim Zusammenklappen. Da ist der Seed mit 22cm Höhe für euer kleines Auto echt unschlagbar, Michi. Und Daniel: Diesbezügliche Probleme aus Kundenberichten können wir wirklich nicht bestätigen.


Kristina:
Uns hat der Seed auch am meisten angesprochen. Da der Spaß ist nicht billig ist: Vielleicht könnt ihr uns sagen, ob ihr ein Problem mit dem Sauberhalten habt? Wir hatten vergessen zu schauen, was man wie waschen kann.

Verrückt nach München:
Was das Sauberhalten angeht: Man kann alles gut mit der Hand waschen, also mit Wasser, gegebenenfalls auch mal mit Flüssigseife und einem Tuch. Stark verschmutzt war bei uns nie etwas, höchstens etwas mit Milch vollgekleckert. Wir hatten vorsichtshalber ein Moltontuch in den Wagen gelegt. Hätt's aber nicht gebraucht.


Stefanie & Torsten:
Wir sind Erstlingseltern und stehen gerade vor der schwierigen Frage des Kinderwagens. ;-) Seed und Joolz Day sind derzeit unsere Favoriten. Eine Frage brennt mir noch auf der Seele: die der Wendigkeit. Eurem Test zufolge kommen beide Wagen in den dm-Gängen gut zurecht. Gab's da einen, der besser handelbar war?

Verrückt nach München:
Bezüglich der Wendigkeit sind Seed und Joolz absolute Top-Produkte. Mit dem rechteckigen Seed kann man im dm oder Rewe ganz am Anfang zwei-, dreimal an einer Kante oder Säule hängenbleiben, wenn man gerade nicht aufpasst. Spätestens dann hat man die Wagenform aber intus. Beide Wagen fahren sich ausgezeichnet. Der Seed hat eben noch den Vorteil, dass er deutlich mehr Einkäufe unterbringen kann als der Joolz. Das hat uns überzeugt.







Montag, 15. Februar 2016


 DAS LABEL "IVXO" GIBT'S JETZT BEIM HIRMER


Servus, Skihaserl, Bazis und Minga!

Es gibt ebs Neues von unserem geliebten Münchner IVXO-Label. Ihr erinnert euch? Dahinter stehen die Geschwister Laura und Christoph Forstner mit ihren frechen und herzlichen bayerischen Sprüchen wie "Schmusen warad jetzt schee" oder "Heid gehma moang erst ins Bett". Und apropos "heid": Ab heute gibt's die Pullis, Kapuzis, Hemden und Kappen auch beim Hirmer in der Kaufingerstraße. Schaut's vorbei, kafft's ei!


Laura und Christoph Forstner, die Kreativen von IVXO
Die Präsentation der feschen Fashion findet im Rahmen von #Kauflokal statt. Dabei handelt es sich um eine Münchner Aktion, bei der sich 30 hiesige Brands aus den Bereichen Mode, Lifestyle, Handwerk und Gastronomie endlich einmal einem breiten Publikum mitten in der Stadt vorstellen dürfen.

Das Ziel: München will euch auf die Einzigartigkeit seinen lokalen Stadtbilds aufmerksam machen, das auch von so individuellen und kultigen Unternehmen wie IVXO geprägt wird. Die Gelegenheit also, um einen Münchner Insider zu entdecken. Mit dabei sind auch ad:acta, über die wir demnächst berichten werden, und unsere Lieblinge von Aqua Monaco, BallaBeni Icecream und vom Giesinger Bräu.

"Man muss nicht weit reisen - der neueste globale Trend liegt manchmal gleich hinter der nächsten Münchner Ecke, oft direkt in der Nachbarschaft."  Der Münchner David Thomas, "Kauf-lokal"-Initiator und Hirmer-Einkäufer





Noch Fragen?

Wie IVXO zu seinem verrückten Namen und wie es überhaupt zum Label kam, hat uns Christoph vor einem guten Jahr gesteckt. Hier geht's nochmal zu ersten Post über die freche Münchner Marke!

Hier findet ihr ein Video, in dem sich Christoph selbst vorstellt und erklärt, wie alles bei ihm läuft.

Und was genau hinter der Aktion "Kauf lokal" in München steckt, seht ihr hier.



VnM-Gewinnspiel*


Wir verlosen gemeinsam mit Laura und Christoph Forstner von "IVXO - Bavarian Couture" zwei Teile aus der aktuellen Kollektion, wie sie momentan teilweise auch beim Hirmer zu sehen ist:

einen Hoodie "Vierfaltigkeit" (für Männer, Größe L in Blau - siehe unten)


und

einen Hoodie "Skihaserl" (für Frauen, Größe M in Hellgrau - siehe oben)



im Wert von insgesamt knapp 100 Euro. Lasst euch hier im Shop auch gerne inspirierenMia wünschen eich vui Massel!


Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? Likt uns auf Facebook und mailt uns dort eine Nachricht mit eurem Geheimtipp für München. Und schreibt bitte euren Namen mit Adresse und dem gewünschten Gewinn mit Farbe plus Kleidergröße dazu. Einsendeschuss ist der 20. Februar 2016.

* Teilnahmeberechtigt sind Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit Wohnsitz in Deutschland. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Samstag, 13. Februar 2016



"NIPPAREL" AUS OBERSENDLING

Philipp Hatlapa war der Umwelt-Aspekt wichtig, seiner Schwester Caroline lag die Gesundheit von Kindern am Herzen, als sie das Münchner Label "Nipparel" gründeten. Seit einigen Monaten entstehen nun im großen Stil herrlich schlichte Bio-Klamotten für Babys und Kinder, die das begehrte GOTS-Zertifikat tragen
.

Klamotten für Knirpse haben für die Geschwister vor allem etwas mit Respekt und Begeisterung zu tun. Und mit hundert Prozent Schönheit und Fairness. Was das genau heißt, erfragen wir in einem Interview:


Verrückt nach München: Liebe Caro, muss Kindermode denn nicht schrill und bunt sein?


Caroline Hatlapa: Das liegt immer im Auge des Betrachters und verhält sich ähnlich wie Mode für Erwachsene. Die einen mögen es etwas auffälliger, die anderen eher gediegen. Wir haben uns bei unseren Designs für lässige und entspannte Styles entschieden, die den Kindern maximale Bewegungsfreiheit garantieren.

VnM: Was ist dein aktuelles Lieblingsstück?


Hatlapa: Ich kann mich zwischen zwei Produkten immer nicht entscheiden - dem Nipp Hoody und der Nipp Sweat-Pant. Auch in Kombination ein super Outfit. Ich wünschte, Größe 122/128 würde mir noch passen.


VnM: Wieso der Name "Nipparel"? Und was hat es mit dem kleinen Nipp auf sich?


Hatlapa: Nipparel ist die Zusammensetzung der englischen Begriffe für Knirps ("nipper") und Bekleidung ("apparel"). Schlicht und ergreifend: Mode für Knirpse. Unseren Nipp haben wir als Maskottchen erschaffen, das uns in unserer Mission, mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Bekleidungsbereich zu schaffen, begleitet. Der kleine Nipp unterstützt uns auch dieses Thema den Kids verständlich näher zu bringen. Unser Buch "Der kleine Nipp und die schwarze Perle" ist da der erste Schritt gewesen.

VnM: Was ist typisch münchnerisch an eurer Mode?


Hatlapa: Originalität, Regionalität und Qualität. Welches Münchner Original würde denn zu seiner Hax‘n ein Bier aus Amerika trinken?


VnM: Wann ging alles los? Wie lange hat es gedauert, bis der Durchbruch kam?


Hatlapa: Die erste Idee zu Nipparel hatten wir im Sommer 2013. Bis dann aber unsere Produkte verkaufsbereit waren und unser Onlineshop live gegangen ist, war es März 2015. Es sollte ja nun auch alles perfekt sein: das Produkt, die Marke und unser größtes Schaufenster, der Onlineshop. Nun sind wir bald seit einem Jahr online und freuen uns über das wachsende Interesse an nachhaltiger Bekleidung und eben auch Nipparel.


VnM: Was sind die Vor- und Nachteile, mit seinem Bruder oder der Schwester zusammenzuarbeiten?


Hatlapa: Der größte Vorteil ist aus unserer Sicht, dass immer Klartext gesprochen werden kann und man sich nicht aufgrund irgendwelcher Befindlichkeiten zurückhält. Selbstverständlich sind die Diskussionen auch entsprechend ehrlich, die Sache steht im Mittelpunkt, aber es wird nichts zu persönlich genommen. Ein weiterer Vorteil ist sicherlich, dass zwischen uns Geschwistern hundertprozentiges Vertrauen besteht.


VnM: Mal ehrlich: Unsere Kinder toben bei Wind und Wetter, im Wald, auf dem Spielplatz oder in den Hinterhöfen der Großstadt. Braucht es da wirklich edle Bio-Mode - oder tut es da auch Second-Hand?

Hatlapa: Es geht aus unserer Sicht nicht um First- oder Second-Hand, vielmehr stehen die Themen Nachhaltigkeit und Verträglichkeit im Fokus. Unsere Produkte sind alle GOTS-zertifiziert, was heißt, dass strikte Vorgaben eingehalten werden müssen - bei den Rohstoffen und auch bei den sozialen Standards im Rahmen der Herstellung.


VnM: Warum macht ihr Kinder- und keine Erwachsenen-Mode?


Hatlapa: Das hat mehrere Gründe. Zum einen konnten wir, als wir uns anfangs mit dem Thema Nachhaltigkeit im Bekleidungssektor beschäftigt haben, nichts wirklich Lässiges für Kinder finden. Alles, was uns in die Finger gekommen ist, war eher ökologisch angehaucht und hat jeglichen modischen Aspekt in den Hintergrund gerückt. Zum anderen sehen wir besonders bei der Zielgruppe Kinder, die zu Beginn ihres Lebens ja doch empfindlicher sind als Erwachsene, den Bedarf, mehr darüber nachzudenken, was sie direkt auf der Haut tragen. Vor allem für allergische Kinder sind unsere Produkte meist eine wunderbare Lösung.

VnM: Wo holt ihr euch Inspiration?

Hatlapa: An jeder Ecke. Du siehst etwas in der Stadt oder im Netz und plötzlich fangen die Gehirnwindungen an zu beben. Dann teilst du die Idee, der andere fängt auch an darüber nachzudenken, und es beginnt zu sprudeln...


VnM: Was ist für eine neue Kollektion geplant? Und was für die kommenden Jahre?


Hatlapa: Da wir saisonlose Basics anbieten, wird es diese immer in unserem Sortiment geben. Denkbar sind im nächsten Schritt weitere tolle Farben und ein paar weitere Styles. Unser Ziel ist es, eine Welt um Nipparel herum zu schaffen. Dafür kommen für uns auch andere Segmente wie Schmuck, Kosmetika, Möbel oder Spielzeug in Frage. Lasst euch überraschen!





VnM-Gewinnspiel*


Wir verlosen gemeinsam mit Nipparel einen Nipp Hoody im Wert von knapp 70 Euro.
Der Gewinner darf sich zwischen den Farben Grau, Pink, Blau und Weiß entscheiden.




Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? Likt uns auf Facebook und mailt uns dort eine Nachricht mit eurem Geheimtipp für München. Und schreibt bitte euren ganzen Namen, mit Adresse, gewünschter Farbe und Kleidergröße dazu. Einsendeschuss ist der 19. Februar 2016. Viel Glück, viel Spaß!

* Teilnahmeberechtigt sind Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit Wohnsitz in Deutschland. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.