Donnerstag, 19. Oktober 2017


Diese Handtasche ist eine echte Münchnerin

So freuen wir uns sonst nur über Urlaub im Bulli oder Regenbogen über den Dächern der Stadt. Das Münchner Label "Kurzzug" bringt seine erste Damenhandtasche auf den Markt. "Bessere Hälfte" heißt sie, und sie wird Wort halten: Sie wird jeden Tag ein bisschen hübscher für euch machen und euch in allen Lebenslagen zur Seite stehen. Und die Leute werden unverholen sagen: "Ihr passt perfekt zusammen. Ein schönes Paar!"

Zum Glück ist die Handtasche keine Tussi. Sie ist strapazierfähig und nicht so schnell beleidigt, noch dazu sportlich, elegant und cool - halt eine echte Münchnerin. Denn wie alle Produkte der Marke "Kurzzug" ist sie aus original Münchner U-Bahn-Leder gefertigt. Im schönen Padua hat sie ihre Figur bekommen, ihr Facelift und die Accessoires. Und ja, ein Tattoo hat sie auch.

Aber seid beruhigt: Die Gute sieht nicht nur grandios aus - sie kann auch was. Sie ist ein Tausendsassa, eine Hoppetosse und stark wie Pippi Langstrumpf. Sie hat unser MacBook pro (13 Zoll hat das) immer griffbereit. Zusätzlich bringt sie ein iPad und das Smartphone unter. Dazu gibt im beigen Innenstoff ein extra großes und verschließbares Fach fürs Portemonnaie und noch ein kleines für Stifte. Und das Aaaaallerwichtigste: Die Handtasche ist riiiiesig. Sie schluckt ohne Probleme Sonnenbrille, Handcreme, Nagellack, eine Wasserflasche, Haargummis, Duplos, Schlüssel, eine Leberkässemmel, Tempos, Kita-Sachen, Tennis-Schläger, drei Milliarden Post-its, einen Schoßhund, ...



Ausliefert werden sie dann im November. Vom Pre-Christkindl.


Wir haben die "Kurzzug"-Macher Jörg Schleeburg und Wolfgang Bischof schon einmal interviewt.
Erinnert ihr euch? Hier geht's zum Artikel!


Dienstag, 10. Oktober 2017

Der wunderbare "Olyturm" (Foto: Tobias Zils/unsplash.com)


11 Mal München - endlose Heimatliebe

Wie ihr wisst, sind wir verrückt nach München. Die Stadt hat Berge, Ecken und Kanten, ist mal kuschelig klein, mal aggressiv eng, mal ein großes Biergarten-Miteinander, mal ein Platzerl Erde, das sich nur noch die Großkopferten leisten können. München ist streitbar und wunderbar. Alles auf einmal. Und damit einzigartig. Wir lieben diese Stadt - wofür genau, das erzählen wir euch in diesem Interview, mit dem wir an der Blogparade "Heimatliebe" teilnehmen.


Was ist für euch Heimat? Was bezeichnet ihr als eure Heimat?

Verrückt nach München: Hier ist's kleiner als in Berlin und größer als aufm Dorf. Es bleibt anonym, und doch kennt sich jeder in München. Genau richtig zum Lieben, Leben, Lustigsein! Außerdem schätzen wir: den Franz-Beckenbauer-Dialekt, Brezn ooooohne Ende, dass der Berg ruft und ein bisschen auch den Weißwurst-Duft am Vormittag.

Wo liegt eure Heimat? Beschreibt die geographische Lage.

VnM: An der Isar, mit bestem Blick auf die Berge. Und natürlich: Fast noch in Italien!

Nennt drei Highlights, die jeder Tourist unbedingt besuchen muss.

VnM: Da gibt es viele, natürlich die Klassiker, wie die Bavaria, den Olympiaturm oder für Fußball-Fans die Allianz Arena. Kleiner und feiner finden wir aber: 
Die Oide Wiesn, 
Den Stemmerhof mit Stemmerwiese - weil es hier noch vor kurzem den letzte Bauernhof Münchens gab - mitten in der Stadt!
Seit neuestem: Die MS Utting. Der ehemalige Ausflugsdampfer wurde vom Ammersee auf eine kleine Brücke am Großmarkt umgesiedelt. Dort ist das Schiff jetzt Ort für Geselligkeit und Kultur.

Was kann man mit Kindern einen Tag lang machen?

VnM: Spielenachmittag im Luitpoldpark.
Eine Aufzugfahrt im Olympiaturm.
Hosenhüpfen und Dosenwerfen auf der "Oidn Wiesn".
An der Floßlände baden, picknicken und Surfer gucken.

Es regnet in strömen, was könnt ihr als Schlecht-Wetter-Programm empfehlen?

VnM: Die gelbe Kuh von Franz Marc im Lenbachhaus besuchen.

Der Olympiaturm im Pfützenspiegel (Foto: Dominik Stötter/unsplash.com)

Welche kulinarischen Köstlichkeiten müssen unbedingt probiert werden und wo?

VnM: Einen Cold-Brew-Kaffee im Standl 20 auf dem Elisabethmarkt oder einen Cappuccino im Café Emilo. Dann einen "Monaco Franze" und einen Bio-Glühwein im "Milchhäusl" oder die beste Currywurst der Stadt im Kiosk "Alles Wurscht". Was nie verkehrt ist: ein runde, fettige Schweinerei im Café Schmalznudel.

Welches Hotel könnt ihr empfehlen?

VnM: "The Flushing Meadows" in der Fraunhoferstraße - zentraler geht's nicht, die Zimmer haben einen angenehm schlichten Retro-Stil, und die Dachterrasse macht uns immer wieder kurz sprachlos.

Wo befindet sich euer absoluter Lieblingsplatz - und warum ist es euer Lieblingsplatz?

VnM: Ganz privat sind das unser Holztisch in der Küche mit Kerzenwachs drauf und allerhand Spuren unserer Kinder. Tagsüber schweift der Blick nach draußen über einen romantisch-zugewachsenen Balkon, abends essen wir im warmen Licht einer PH5-Leuchte. Wenn wir strawanzen, lieben wir die Ruhe im kleinen und deshalb auch nicht ganz so bekannten Bavariapark und samstagmorgens das bunte Stelldichein beim Wochenmarkt in der Klenzeschule. Auch schön: libanesisch essen im "Manouche".

Was ist der absolute Geheimtipp, der in keinem Reiseführer beschrieben ist?

VnM: Um halbsechs in der Früh am Viktualienmarkt bei Karnoll's Backstandl einen frisch gebrühten Filterkaffee genießen. Dazu an einer ofenfrischen Brezn knabbern und die Marktleut' beobachten.

Was ist die schönste Veranstaltung des Jahres?

VnM: Wenn die Menschen im Juni zum Tanzen aufn Kocherlball am Chinesischen Turm zusammenkommen. Ist aber nur was für Frühaufsteher!

In welcher Jahreszeit ist es in eurer Heimat am schönsten und warum?

VnM: Im Frühling, wenn der Gärtnerplatz endlich wieder bunt und lebendig ist - inklusive frühlingshafter Blütenpracht.
Im Sommer, wenn der Biergarten zum Essen einlädt, und die Hackerbrücke zum Trinken und in die Ferne schau'n, und der Flaucher zum Feiern in einer lauen Sommernacht.
Im Herbst, wenn im Luitpoldpark Millionen Kastanien und Blätter fallen und fallen und fallen.
Im Winter, wenn Wanderschuhe, Skier oder Schlitten in die Berge oder auf den nächsten Hügel führen.


Dieser Text ist für die Blogparade von "Wir auf Reise" entstanden.

Freitag, 6. Oktober 2017


Heute sind wir ein bisschen traurig. Unser geliebtes Standl "Brotzeiten" auf dem Elisabethmarkt schließt. Servus, ihr unvergleichlich tollen Brote mit Roastbeef und Lachs. Macht’s gut, beste Croissants der Stadt. Wir werden euch und all eure freundlichen Leute vermissen.

Hoffentlich bis irgendwann, irgendwo...

Mittwoch, 4. Oktober 2017


Das temporäre Kaufhaus "COCO Monaco" am Marienplatz

Ab sofort gibt's im Zentrum eine neue Shopping-Perle. Am Marienplatz mit der Hausnummer 1, zwischen Donisl und Caféhaus Woerners, hat das temporäre Kaufhaus COCO Monaco eröffnet. Bis Silvester erwarten euch dort Besonderheiten von Münchner Marken. Geöffnet ist von Montag bis Samstag, 11 bis 20 Uhr.


Die vier ambitionierten Jung-Unternehmer Franziska Bergmiller, Barbara Giandomenico, Annika Schüler und Jonas Hansen bieten damit eine wundervolle Alternative zu den großen Konsumketten rund um die Kaufinger Straße. Den Machern gehören die Labels "LOVE Kidswear", "Studio 163 Cashmere", "Annika Schüler Porcelain" und "Jonas Hansen Möbel".

Im Sinne eines Artisan Stores gibt's im COCO Monaco neben diesen Produkten aber noch allerhand Hochwertiges aus den Bereichen Mode, Accessoires, Beauty, Food und Design zu kaufen. Alle Marken präsentieren neue, hübsche Dinge, die nachhaltig hergestellt wurden und oft mit ganz besonderen Geschichten aufwarten. Einfach mal fragen, wo das Teil herkommt und wer es sich ausgedacht hat!



Das Münchner Label "LOVE Kidswear" zeigt im "COCO Monaco" seine wunderschöne Herbst- und Winterkollektion, die ganz neu auf dem Markt ist. Wir haben uns sofort in die Schnitte und Farben verliebt. Allein dieser weit fallende, bordeauxfarbene Mantel namens Lilly mit Kussmund auf dem Herzen ist doch der Wahnsinn, oder? Die Kollektion ist wild und kindlich, verrückt und edel zugleich. Irgendetwas Geniales zwischen Rotkäppchen, Pippi Langstrumpf und Superheld. Seht selbst!


Wir berichten ja seit Anfang an über das tolle Label, das Mode-Designerin Franziska Bergmiller 2015 gegründet hat. "LOVE Kidswear" steht für individuelle, lässige Kleidung für Buden und Mädchen zwischen zwei und 14 Jahren. Die Kollektionen sind immer ein bisschen außergewöhnlich und fair produziert.




Sonntag, 1. Oktober 2017

#Glückskastanie



Heute gibt's einen herbstlichen Post, mit einem herbstlichen Hashtag, der auch noch glücklich macht! Denn: Auch heute geht's bei uns wieder ums Glücklichsein!

Ein Philanthrop aus Sendling hat in der Alramstraße dieses Schild samt Täschchen angebracht. Warum nicht mal zu einer #Glückskastanie greifen! Finden wir super. Leider waren schon alle weg. Deshalb gehen wir sammeln und sorgen demnächst für Nachschub!


Donnerstag, 28. September 2017



Alles Liebe - trotz Trotz!

Trotzphasen können uns den letzten Nerv rauben. Und Erziehungsratgeber den allerletzten. In unserer anfänglichen Unsicherheit haben wir uns tatsächlich ein paar davon aufschwatzen lassen. Sie lagen dann schnell als "zu verschenken" im Treppenhaus.

Aber einen haben wir behalten - und würden glatt behaupten, dass er uns zu besseren Eltern gemacht hat. "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn - Der entspannte Weg durch Trotzphasen" steht schon seit einem knappen Jahr auf der Spiegel-Bestsellerliste. Zurecht. Trotz des verrückten Titels. Danielle Graf und Katja Seide haben aus ihrem gleichnamigen Blog ein Buch gemacht, in dem sie erklären, wie man sich in den schwierigsten Momenten selbst beruhigt - und sein Kind gleich mit.

Am interessantesten ist der Blick ins Hirn der Kleinen. Wie entsteht ein Wutanfall um scheinbar banale Dinge? Wie erleben Kinder diese Explosion von Emotionen? Sollen wir sie dann schimpfen, um Grenzen aufzuzeigen, oder doch lieber in Ruhe lassen? Beides falsch, sagen die Autorinnen. Gebt euren Söhnen und Töchter das Gefühl, dass ihr da seid, dass ihr das mit ihnen aushaltet, sie versteht und sie liebt. Wenn Worte in diesen Panikmomenten nicht bis zum brüllenden Nachwuchs durchkommen - mitfühlende Blicke tun es. Und sobald wir die Perspektive unserer Kindes besser kapiert und die Herangehensweise aus dem Buch ausprobiert hatten, war der gemeinsame Alltag viel entspannter. Simsalabim!

Die Autorinnen verraten jede Menge Tricks für den Fall, dass ein Kind gerade nicht Treppen steigen oder sich anziehen möchte, ständig wegläuft, nicht ins Bett will, beißt, kratzt, haut, frech wird, neue Windeln ablehnt oder Essen durch die Gegend wirft. Wir haben gelernt, unseren Kleinen mehr zu vertrauen und zuzutrauen, ihnen Zeit zu lassen, damit sie in ihren Augen elementar wichtige Dinge zu Ende machen können. Wir leben Kooperation vor - und sind perplex, wie viel Kooperationswille uns da jeden Tag entgegen kommt.


Trotz-Bücher für Kinder


Das lesen also wir Erwachsenen. Und was lesen unsere geliebten Trotzkis, um zu erfahren, was in diesen verrückten Momenten mit ihnen passiert? Wir empfehlen "Der kleine Trotzdrache" und "Blöde Ziege - Dumme Gans" aus dem Schwabinger Verlag arsEdition. Beide Bücher sind offiziell für Kinder ab vier Jahren geeignet, gehen aber unserer Erfahrung nach auch schon gut für Zwei- oder Dreijährige. Die verstehen dann vielleicht den Perspektivenwechsel noch nicht ganz. Aber die Geschichten über Wut und Versöhnung kommen durchaus so rüber, wie sie sollen.

"Der kleine Trotzdrache" ist eigentlich ein glückliches Tier, bis sich eines Nachts der haarige rote Trotz in seine Höhle schleicht. Plötzlich nörgelt "Fauchi", er ist wütend und sucht ständig Streit mit den Anderen, obwohl er sich dabei sehr unwohl fühlt. Irgendwann lernt er seine Gefühle kennen und findet einen Weg, den Trotz wieder loszuwerden.




In "Blöde Ziege - Dumme Gans" geht es um die beiden Tiere im Titel. Sie sind beste Freunde, zoffen sich aber mindestens einmal am Tag. In den Geschichten geht es mal darum, einen Fehler zuzugeben und sich zu entschuldigen. Oder darum, etwas zurückzugeben, das man zuvor einfach weggenommen hat.

Manchmal denken wir uns, Erwachsene sollten mehr solche Kinderbücher lesen, um wieder Richtig und Falsch zu lernen...




Donnerstag, 21. September 2017

Schnitzeljagd mit Glücksfaktor!



Habt ihr schon den "Walk of Happiness" entdeckt. Er soll München ein kleines bisschen fröhlicher machen, so das Anliegen der 26-jährigen Initiatorin Rosa Kammermeier. Die Grafikdesignerin entwirft so genannte Letterings, Sprüche mit positivem Inhalt, und verziert Münchner Schaufenster damit.

Wir sind begeistert von der Aktion, denn auch wir suchen das Glück in München. Darüber können wir im Moment allerdings aus ÜBERRASCHUNGS-technischen Gründen noch nicht berichten.

Weil Rosa dagegen schon mehr erzählen kann, haben wir ihr einfach ein paar Fragen gestellt:


vnm: Rosa, du hast zehn Schaufenster in München mit deinen positiven Sprüchen verschönert. Wie kam's dazu?
Rosa Kammermeier: Das war eher zufällig. Anfangs habe ich zwei Schaufenster, das des kleinen Ladens "Hygge" in der Theresienstraße und das meines Büros mit Kreidefarben bemalt. Dann bin ich auf die Idee gekommen, dass man das noch profesioneller aufziehen könnte.

Was möchtest du mit den Letterings auf den Fenstern erreichen? 
Ich möchte die Fußgängerzonen dieser Welt zu einem fröhlicheren Ort machen. München soll nur der Anfang sein.

Du kommst aus Niederbayern, hast in Augsburg studiert und lebst seit zwei Jahren in München. Was macht dich in unserer schönen Stadt glücklich?
 Ich finde es sehr schön durch die Straßen zu spazieren, auf dem Viktualienmarkt einzukaufen, im Sommer an der Isar entlang zu joggen, sich in ein Café zu setzen und die Menschen zu beobachten...

Du bist viel auf Reisen, erlebst die großen Städte dieser Welt. Mit welchem Gefühl kommst du immer wieder nach München zurück? I
rgendwie genieße ich es, wieder in München am Flughafen zu landen und dann erst mal ganz gemütlich übers Land mit der Bahn nach Hause zu fahren. Es fühlt sich alles sehr klein und geborgen an – manchmal ist das ein etwas beengendes Gefühl, manchmal aber auch ein sehr schönes.

Hier findet ihr alle Stationen des "Walk of Happiness" auf einer Stadtkarte. Bei einem Spaziergang durch München könnt ihr Rosas gesamtes Werk anschauen und sogar an einem Gewinnspiel teilnehmen.