Freitag, 17. Februar 2017


Pfui, Pieselwetter!

Da schicken wir euch sonnige Grüße fürs Wochenende
und dazu ein paar Büchertipps frisch aus der Schwabinger Friedrichstraße.


Der Verlag arsEdition hat für Kinder ab 18 Monaten diese Bücher entwickelt, die auf ganz besonderen Register-Klappen Antworten geben. Nämlich auf die Frage "Wo wohnst du, kleines Küken?" und "Das ist die Mama von ...". Spannend für kleine Kinderfinger, charmant umgesetzt auch für uns Erwachsene. Wie witzig, dass die Autorin Heike Vogel heißt. Da passt alles!

Für Kinder ab vier Jahren (geht aber deutlich länger!) möchten wir euch unbedingt das Buch "Oma isst Zement" von Daniel Kratzke ans Herz legen. Zwischen den Buchdeckeln steckt eine humorvolle, einfühlsame Geschichte zum Thema "Demenz". Denn auch die beste Oma kann diese Krankheit im Kopf erwischen. Dann weiß sie zwar noch, was sie vor langer Zeit mit Opa erlebt hat, aber nicht, was es im Altersheim zum Mittagsessen gab. Ein unbefangener Umgang mit einem ernsten Thema, das wir unseren Kleinen ruhig zumuten dürfen. Denn ihr Kopf arbeitet oft intensiver und logischer als unserer...

Donnerstag, 2. Februar 2017



"Zoe und der Lebensbaum" von Johanna Lehmann

Vor einem guten halben Jahr lagen wir gemeinsam in Gras und Matsch des Englischen Gartens und schwitzten uns einen im Mama-Bootcamp. Unsere Kinder waren glücklich und beschäftigten sich mit Bienen, dem Spielzeug der anderen und nur wenig mit uns. Wir nutzten den wertvollen Timeslot und sprachen - tatsächlich! - über uns und unsere Pläne.


Am meisten hatte Johanna Lehmann zu erzählen. Darüber, dass sie und ihre kleine Zoe mit dem Papa nach Singapur gehen würden. Wie schade, fanden wir. Wo sie doch gerade erst aus San Francisco nach München zurückgekehrt waren. Herrlich entspannte Globetrotter. Und Johanna überlegte, ob sie in Singapur ein Bootcamp starten wolle. "Aber erst einmal das Buch", sagte sie. In ihrem eigenen Verlag "United Letters". Und wir staunten.


Jetzt ist Johannas Buch erschienen. "Zoe und der Lebensbaum" heißt es, hat ein blondes Mädchen auf dem Cover - wie gemacht für ihre kleine Zoe. Nun sind da aber auch noch all die anderen Kinder wie Carla, Leo oder Mia. Für sie steht da dann "Carla und der Lebensbaum", "Leo und der Lebensbaum" und "Mia und der Lebensbaum" auf dem Cover, das entsprechend ein Mädchen oder einen Buben mit dunklen Haaren zeigt. Die Texte sind Deutsch oder Englisch. Denn das Buch ist individualisierbar und dadurch etwas ganz Besonderes - genau so wie seine kleinen Hauptdarsteller.

Die Geschichte selbst ist wunderbar und inspirierend. Der Bär Naby erklärt den Kindern einen Wald, in dem sie ihren eigenen, persönlich geschmückten Baum haben. Er zeigt den Kleinen die Welt zu ihren Füßen und hält ihnen so ihre Einzigartigkeit von Augen. Sein Credo: Geht euren eigenen Weg, und gebt niemals auf!



Wir lieben Johanna für dieses tiefsinnige Buch mit persönlichem Touch
und empfehlen es euch von Herzen weiter! 


Montag, 16. Januar 2017


München und die DLD

Auf der DLD-Konferenz (Digital Life Design) gleich hinter dem Bayerischen Hof sind wir derzeit mit allerhand Prominenz und künstlicher Intelligenz konfrontiert. Mit Augmented Reality (AR), virtueller Realität (VR) und digitalen Menschen. Grad schee isses!

Da erfahren wir, was wir vom Verhalten der Bienen lernen können (z.B. kreisrundes Wohlfühl-Design und für die Ärzte unter uns: Inspiration für Einweg-Spritzen). Wir bekommen Eindrücke, wie das autonome Auto der Zukunft aussieht (wie eine Hängematte, in der wir chillen, ratschen und Mails checken, bis wir entspannt am Urlaubsort ankommen).

Auguste von Bayern berichtet uns beim Lachs-Wrap, was im geplanten naturkundlichen Museum "Biotopia" im Schloss Nymphenburg geht, der Acne-Chef beim Kaffee, wo er seine Schuhe und seine Fashion-Ideen her hat.



* * * * *

Und in diesem Interview verrät uns ABBA-Gründer Björn Ulvaeus seinen "unglaublichen" Lieblingsort in München, virtuelle und analoge Projekte und warum aus dem kleinen Schweden so viele erfolgreiche Unternehmen kommen.



Verrückt nach München: Willkommen in München, Björn Ulvaeus. Haben Sie einen Lieblingsort in der Stadt?

Björn Ulvaeus: Ich liebe den Viktualienmarkt. Der ist spektakulär und unglaublich. Ich habe noch nie etwas Ähnliches auf der ganzen Welt gesehen. Er ist absolut phantastisch.

VnM: Schweden ist auch wunderschön. Und bringt vor allem auffällig viele erfolgreiche Unternehmen hervor. Sind Ihre Landsleute besonders kreativ und experimentierfreudig?

Björn: Das liegt schon auch an der schwedischen Gesellschaft. Bei uns gibt es weniger Einkommensunterschiede. Die Menschen erlernen den Beruf, den sie wirklich lieben. Und wir hatten keine Weltkriege. Das hat uns sicher einen Vorteil und Sicherheiten verschafft bei Unternehmensgründungen. Gleichzeitig sind wir Schweden von Haus aus Neuem aufgeschlossen, mögen Risiken und haben vielleicht weniger Angst zu scheitern.

VnM: Sie arbeiten aktuell an einem "virtuellen ABBA". Was dürfen uns darunter vorstellen?

Björn: Ich bringe gemeinsam mit dem Unterhaltungsproduzenten Simon Füller, dem Manager der Beckhams oder früher auch der Spice Girls, ein Projekt voran. Es trägt den Arbeitstitel "Virtuelles ABBA". Dafür benutzen wir alle Technologien, die in der Unterhaltungsindustrie enorm up to date sind: virtuelle Realität (VR), digitale Menschen und künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, AI), aber auch Augmented Reality, also die visuelle Darstellung von Zusatzinfos für Bilder oder Videos - wie wenn bei Freistößen im Fußball Entfernungen durch Kreise oder Linien eingeblendet werden. So soll am Ende eine spektakuläre Show entstehen. Sie wird die erste ihrer Art sein.

VnM: Aktuell haben Sie in Ihrer Heimat Stockholm riesigen Erfolg mit einem Live-Event namens "Mamma Mia - the Party". Was ist das?

Björn: Das ist irgendwie das genaue Gegenteil von "Virtuelles ABBA", weil es sehr analog gestaltet ist. Aber auch dieses Projekt begann als Experiment, wie so oft in Schweden. Wir probieren gerne etwas aus. In dem Fall wollten wir Essen, Trinken, Live-Musik, Geschichten, Sänger, Schauspieler und Musiker auf eine ganz neue Art zusammenbringen, um eine echte Feier daraus zu machen. In Stockholm ist es ausverkauft. Als nächstes wollen wir den Live-Event nach London und Köln bringen. Und vielleicht auch bald nach München.

Freitag, 13. Januar 2017








"Der Flamingo ist die neue Ananas", sagt Berna von "Hygge". Könnt ihr euch erinnern? Wir haben bereits über sie und ihren zuckersüßen Online-Shop berichtet. 



Seitdem hat sich einiges getan: Aus dem Online-Shop ist ein gestandenen Geschenke-Laden geworden. Und weil wir so neugierig sind - und wissen wollten, was es mit der Ananas und dem Flamingo auf sich hat - sind wir gleich mal zu Berna in den Laden in die Theresienstraße 51 gestiefelt.





"Die Ananas ist out", erfahren wir hier. "Alle stehen auf Flamingos." Außerdem sind laut Berna Meerjungfrauen und Einhörner voll im Trend. Uns fällt auf: Da könnte was dran sein. Denn wenn man mit offenen Augen durch München geht, kommt man um die bunt-glitzernden Geschöpfe fast nicht mehr herum.


Auch in Bernas Laden sind sie vertreten. Außerdem können wir Münchner im "Hygge"-Laden die schönsten Wohnaccessoires einschlägiger Kult-Marken wie ban.do, House Doctor oder Meri Meri endlich direkt in Augenschein nehmen.



"Eineinhalb Jahre hab ich nach einem Geschäft gesucht", sagt Berna. Doch in München seien die Mieten hoch und die Ablösen horrend. Umso schöner, dass es jetzt in Schwabing geklappt hat.

Gemütlich ist es übrigens außerdem in Bernas kleinem Laden. Kein Wunder. "Hygge" eben!
















Donnerstag, 5. Januar 2017


Der Illustrator Thorsten Saleina & seine Münchner Tierpopos




Auf den Hintern geblickt - wir waren entzückt.


So ist es uns bei Thorsten Saleina ergangen. Also nicht direkt wegen seines Allerwertesten. Vielmehr haben es uns die Figuren des Illustrators angetan. Da mussten wir ihn einfach befragen - zu seinem Buch "Oho, wem gehört der Tierpopo?" (erschienen bei unserem Schwabinger Lieblingsverlag arsEdition) und zu seinen Lieblingsorten in München.


Verrückt nach München: Thorsten Saleina, was ist Ihre persönliche Lieblingsfigur, aus den bei arsEdition erschienenen Büchern?

Thorsten Saleina: "Hase und Hollunderbär".

VnM: Auf welches Tier oder Buch bei arsEdition werden Sie am häufigsten angesprochen?

Saleina: Schon "Oho, wem gehört der Tierpopo?". Aber auch auf den "Läusealarm!".

VnM: Was waren als Kind Ihre Lieblingsbücher?

Saleina: "Die kleine Raupe Nimmersatt", "Der Räuber Hotzenplotz", "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt" und "Die unendliche Geschichte".

VnM: Wie würden Sie Ihren Stil und die Technik beschreiben, mit der Sie arbeiten?

Saleina: Liebevoll karikierend. Reduziert. Ich zeichne und male ganz oldschool mit Blei- und Buntstiften und Pinsel und Acrylfarben auf Papier. Häufig digitalisiere ich die Illustrationen und koloriere diese in entsprechenden Programmen am Rechner.



VnM: Welche Themen sind Ihnen in Ihren Büchern besonders wichtig?

Saleina: Solche, die Kindern Mut geben und Vertrauen zu sich selbst schaffen. Freundschaft und Akzeptanz - gerne in absurde Geschichten mit eigenwilligen Charakteren verpackt.

VnM: Sie sind ein echtes Nordlicht. Haben Sie denn auch einen Bezug zu München?

Saleina: Nach München zieht es mich aus unterschiedlichen Gründen seit langer Zeit immer wieder. Mein allererster Flug hob in Richtung München ab. Früher habe ich hier Freunde besucht, die aus beruflichen Gründen in die Stadt gezogen waren. Heutzutage bin ich immer mal wieder auf Verlagsbesuch dort.

VnM: Was sind Ihre Lieblingsorte in der Stadt?

Saleina: Ich übernachte am liebsten im Hotel Mariandl, gehe gerne vom Sendlinger Tor aus in Richtung Marienplatz und muss - wenn es zeitlich passt - ins Lenbachhaus, um einen Blick auf Alexej Jawlenskys Portrait des Tänzers Alexander Sacharoff werfen.

VnM: Was inspiriert Sie für Ihre Bilder am meisten: Familie, Tiere, fremde Menschen oder doch Begebenheiten im Alltag?

Saleina: Meine Familie - sollte ich besser nicht nennen, sonst erkennen sich womöglich einige in den Illustrationen wieder - und tierische Familienangehörige. Fremde Menschen auch, wenn ich sie unbeobachtet beobachten kann.

VnM: Worüber würden Sie gerne noch ein Buch machen?

Saleina: Die Kraft der Phantasie. Und Angst.





Wir verlosen drei Bücher "Oho, wem gehört der Tierpopo?" von arsEdition.

Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? Likt uns auf Facebook, gerne auch auf Instagram, und mailt uns eine Nachricht mit eurem Geheimtipp für München. Und schreibt bitte euren Namen und eure Adresse dazu. Einsendeschluss ist der 12. Januar 2017. Viel Glück!


* Teilnahmeberechtigt sind Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres mit Wohnsitz in Deutschland. Preise werden nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Donnerstag, 29. Dezember 2016



Unser Langzeit-Fazit zum Römer-Radlsitz


Das Jahr geht zu Ende. Schön war’s. Trotz der Weltlage.
Wir sind glücklich mit unserem Münchner Leben.
Kannst kommen, Zwotausendsiebzehn!

Aber eine Sache sind wir euch noch schuldig. Ein Langzeit-Fazit zu unserem Radlsitz-Test. Vor drei Monaten hatten wir den "Jockey Comfort" von Britax Römer getestet. Sind in T-Shirt durch den herbstlich-bunten Englischen Garten gepest, haben das Kind hintendrauf hopsen und tanzen lassen, hatten Spaß und den Sitz bis ins Detail als absolut sicher und alltagstauglich bewertet.



Und auch jetzt im Winter haben wir den Fahrradsitz regelmäßig im Einsatz. Weil es unkomplizierter ist, als den großen Radlanhänger aus der Garage zu karren. Und auch weil die Kleine so viel Freude daran hat, von weit oben die Welt zu erkunden. Den Dackel als Erste entdecken! Und bloß keinen Schwan verpassen!

Beim Klassiker von Britax Römer passt der Preis zur Leistung. Der Sitz wirkt unheimlich bequem auf uns. Auch die häufige Benutzung kann ihm nichts ab – Fußriemchen, Gurte, Befestigungen: alles nach wie vor tiptop. Auch der Stoffbezug ist weder vergilbt noch verschmutzt.

Ein kleiner Kritikpunkt: Wir können unser Kind – gerade jetzt im Winter – nicht fertig anziehen und mit Helm auf dem Kopf die Wohnung verlassen. Es muss am Radl immer erst der recht enge Gurt über den Kopf gezogen und zwischen den Beinchen festgeklickt werden, danach kommt der Helm auf. Aber das sind wirklich schon Spitzfindigkeiten - es geht vermutlich wegen den Sicherheit nicht anders.

Wir sind also rundum zufrieden mit dem "Jockey Comfort" von Britax Römer, fahren ihn sehr gerne auch im Winter - und freuen uns schon auf den ersten Münchner Frühling mit ihm. Wir würden ihn selbst jederzeit wieder kaufen - unser Patenkind haben wir bereits damit beglückt. Und somit empfehlen wir ihn euch guten Gewissens und aus tiefsten Herzen.


Fröhliche Ausflüge & ein wunderbares neues Jahr!


Dienstag, 27. Dezember 2016


Das Buch "Stockmann" von den "Grüffelo"-Machern

Stellt euch vor, ihr wärt ein Ast. Hunde würden an euch herumkauen, Frauchen und Herrchen würden euch durch die Luft wirbeln, Kinder würden euch in Bäche werfen, Romantiker in den Kamin.

So ergeht es "Stockmann", dem Protagonisten im gleichnamigen Buch des Erfolgsduos Axel Scheffler und Julia Donaldson. Die Namen komme euch bekannt vor? Genau, sie haben uns schon den guten alten "Grüffelo" gebracht. Und - so viel dürfen wir verraten - auch der "Stockmann" kehrt nach einem langen Abenteuer heim zur geliebten Familie.

Ein wunderschönes Buch, um zwischen den Jahren mit den Kleinen (ab vier Jahren) auf der Couch zu entspannen. Und dann bei einem Spaziergang in den Münchner Parks die Äste nicht mehr gedankenlos in die Pfütze zu kicken.